Stabilisiertes Zirkonoxid: Verbesserung der keramischen Haltbarkeit
Häufiges Reißen in Keramikprodukten ist nicht nur ein Herstellungsproblem, sondern wurzelt grundlegend in den Materialeigenschaften. Reines Zirkonoxid durchläuft bei Temperaturänderungen dramatische Phasenübergänge, die zu plötzlichen Volumenverschiebungen führen, welche zum strukturellen Versagen führen. Diese Herausforderung hat zur Entwicklung von stabilisiertem Zirkonoxid geführt, einem bahnbrechenden Material, das Probleme mit der keramischen Haltbarkeit löst. Dieser Artikel untersucht die Prinzipien, Arten und Anwendungen von stabilisiertem Zirkonoxid, um die keramische Leistung zu optimieren.
Zirkonoxid (ZrO₂), allgemein bekannt als Zirkoniumdioxid, ist ein wichtiges keramisches Material mit einem kritischen Fehler: Es existiert in drei Kristallphasen bei unterschiedlichen Temperaturen. Unterhalb von 1173°C ist es monoklin, zwischen 1173°C-2370°C tetragonal und von 2370°C-2690°C kubisch. Der problematischste Übergang tritt beim Abkühlen von der tetragonalen in die monokline Phase auf, was eine Volumenausdehnung von etwa 9 % verursacht. Diese Ausdehnung erzeugt innere Spannungen, die zu Rissen führen und die Verwendung von reinem Zirkonoxid in Hochtemperaturanwendungen stark einschränken.
Wissenschaftler entwickelten die Stabilisierung durch die Einführung spezifischer Additive, die die kubische Phase von Zirkonoxid über einen größeren Temperaturbereich aufrechterhalten. Dieser Prozess funktioniert durch Ionensubstitution – den Ersatz einiger Zr⁴⁺-Ionen (Radius: 0,82 Å) im Kristallgitter durch etwas größere Metallionen wie Y³⁺ (0,96 Å), Ca²⁺, Mg²⁺ oder Ce⁴⁺. Diese Dotierstoffe bilden feste Lösungen, die die Gitterenergie verändern, Phasenübergänge unterdrücken und die kubische Struktur auch bei Raumtemperatur stabilisieren.
YSZ, das 3-8 Mol% Y₂O₃ enthält, dominiert den Markt mit außergewöhnlicher Ionenleitfähigkeit, Hochtemperaturfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Zu den wichtigsten Anwendungen gehören Festoxid-Brennstoffzellen (SOFCs), Sauerstoffsensoren, Wärmedämmschichten und biomedizinische Implantate. In SOFCs transportieren YSZ-Elektrolyte effizient Sauerstoffionen für elektrochemische Reaktionen.
Mit 8-12 Mol% CaO bietet CSZ eine gute thermische Stabilität, leidet aber unter mechanischer Schwäche und Alterung aufgrund der Migration von Calciumionen. Hauptsächlich in Ofenauskleidungen, Tiegeln und feuerfesten Materialien verwendet, sind seine Anwendungen durch Leistungsverschlechterung bei hohen Temperaturen begrenzt.
Ähnlich wie CSZ, aber mit 8-12 Mol% MgO, zeichnet sich MSZ durch Thermoschockbeständigkeit aus, weist aber geringe Festigkeit und Probleme mit der Phasenstabilität auf. Es eignet sich gut in feuerfesten Materialien, Keramikfiltern und Hochtemperaturisolatoren, obwohl die Magnesiumabscheidung die Langzeitleistung beeinträchtigt.
CeSZ, das 10-20 Mol% CeO₂ enthält, zeichnet sich durch Redoxaktivität und katalytische Leistung aus. Seine variablen Ceroxidationsstufen (Ce³⁺/Ce⁴⁺) ermöglichen die Sauerstoffspeicherung, was es ideal für Automobilkatalysatoren, Brennstoffzellenelektroden und chemische Sensoren macht. Zusätzliche Vorteile sind thermische Stabilität und Sinterbeständigkeit.
Durch die Verwendung kleiner Al₂O₃-Zusätze verbessert ASZ das Sinterverhalten und die mechanische Festigkeit, während es das Kornwachstum hemmt. Anwendungen umfassen Schneidwerkzeuge, verschleißfeste Komponenten und fortschrittliche Biokeramiken, bei denen eine verfeinerte Kornstruktur die Härte und Dichte erhöht.
Bei der Auswahl von stabilisiertem Zirkonoxid sind folgende Punkte zu berücksichtigen:
Als vielseitige Funktionskeramik erweitert stabilisiertes Zirkonoxid seine Anwendungen in verschiedenen Branchen weiter. Die richtige Materialauswahl und Prozessoptimierung können die Produktzuverlässigkeit und -leistung erheblich verbessern.